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Meine Lebensstufen

„Dieser Weg wird kein leichter sein ...“ heißt es in einem Lied von Xavier Nadoo.

Im Rückblick fühle ich meinen Lebensweg, oft genug steinig und mit Dornen durchzogen, doch auch genauso beschützt und getragen von einer guten Energie die mir Halt und Schutz gegeben hat. Diese zwei Seiten, die uns alle im täglichen Leben begleiten, wie zum Beispiel hell und dunkel, Tag und Nacht, Liebe und Angst, Freud und Leid, usw. haben mich schon immer fasziniert und für mich Fragen aufgeworfen die mich bis zum heutigen Tage beschäftigen.

Ich bin überzeugt davon, dass wir Menschen nicht auf alle Fragen Antworten bekommen können. Für mich geht es darum in die Kraft der wahrhaftigen und allumfassenden Liebe zu vertrauen, und ganz besonders in die Selbstliebe.

Jahrzehnte fragte ich mich, was ich wohl getan habe um durch solche tiefen Täler gehen zu müssen? Ich empfand mich selbst als herzlicher und friedlicher Mensch, doch auch traurig, depressiv mit Minderwertigkeitsgefühlen. Immer wieder fragte ich mich, was hat das alles für einen Sinn? Wieso muss ich das alles erleiden? Wo ist meine Freude? Woher kommen die schweren Schicksalsschläge wie die Krebserkrankungen beider Eltern mit frühem Tod, oder Verleumdungen und Abwertungen meiner Person?

Was hielt mich davon ab Lob und Anerkennung anzunehmen, mein Muttersein und Frausein mit einem wunderbaren Sohn und guten Ehemann zu genießen? Obwohl ich einige Jahre in psychotherapeutischer Behandlung war konnte mir niemand diese Fragen beantworten.

Nach fast 25 Ehejahren trennte ich mich von meinem Mann. Es war mir nicht bewusst, dass mit dieser Trennung ein ganz neuer Lebensabschnitt auf mich zukam. Zunächst wurde mein Leben noch schwieriger und komplizierter. Auch beruflich schlug ich eine ganz neue Richtung ein, dass was ich schon immer gerne machen wollte habe ich verwirklicht.

Mein Herzenswunsch war es im sozialen Bereich zu arbeiten. Deshalb machte ich mit 44 Jahren noch eine Umschulung zur Erzieherin. Mit dieser Entscheidung beschritt ich einen neuen Weg - ... den Weg meiner Berufung, was mir jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht klar war. Ich folgte nur meinem Herzen.

Auch diese Jahre waren geprägt von Freude auf der einen Seite, nochmal mit jungen Menschen die Schulbank zu drücken, doch auch Überlastungen mit mehreren Nebenjobs und persönlichen unschönen Erfahrungen im privaten Bereich.

So kam es, dass ich im Oktober 2000 in eine psychosomatische Kur ging. Ich denke dabei in tiefer Dankbarkeit an eine Frau und später Freundin, die ich am ersten Tag der Kur kennenlernte. Sie legte einen Samen in mein Herz, deren wachsen ich zu dieser Zeit nicht einmal ahnen konnte. Sie erzählte mir von der Transaktionsanalyse von Eric Berne. Von diesem Moment an durfte ich durch sie erleben, wie es sich anfühlt mit und durch Kommunikation wertgeschätzt zu werden.

Ein paar Monate später ging ich zu einer persönlichen Beratung in das Institut wo ich später die Transaktionsanalyse kennen lernte. In dieser einen Beratung wurden meine Fragen, die ich seit Jahren mit mir rumschleppte, beantwortet. Und ich wusste gleich, diese Ausbildung möchte ich machen. Außerdem kam mir die Lebensanschauung von Eric Berne sehr entgegen... Ich bin ok – du bist ok. Ich wusste ganz genau, dass die Transaktionsanalyse ein sehr gutes Werkzeug ist um viele Lebensfragen zu beantworten.

Zeitgleich in meinem neuen Job als Erzieherin, und in einer neuen Gegend machte ich die Ausbildung zur Systemischen Praktikerin. In dieser Ausbildung lernte ich die Methoden der Transaktionsanalyse kennen und auch anzuwenden. Ganz besonders im sozialen Bereich durfte ich sehr schnell erfahren, wie schnell und hilfreich diese Methode im Alltag greift.

Ich persönlich erlebe mehr Freiheit, Ehrlichkeit und Wertschätzung mit dieser Kommunikation. Die Transaktionsanalyse eröffnete mir einen Bereich meine Persönlichkeit besser zu verstehen, damit umzugehen und sie anzunehmen. Die Kommunikation mit meinem Gegenüber gestaltet sich dadurch leichter, wird klarer und stärkt das Vertrauen zueinander.

Ganz besonders wertvoll ist diese Kommunikation in der kindlichen Entwicklung. Ich erlebte in meinem Beruf als Erzieherin wie dankbar die Kinder reagierten wenn ich mit ihnen auf dieser Ebene sprach.

Schnell entstand in mir der Wunsch, dass doch viele Menschen diese „Wertschätzende Kommunikation“ erfahren und kennenlernen sollten. Im Jahre 2006 machte ich mich dann selbstständig als Erziehungs- und Lebensberaterin und folgte weiterhin einem Herzenswunsch von mir. Jetzt bin ich schon im zehnten Jahr selbstständig und war noch keinem Job so lange treu.

Auch dieser Weg geht nicht immer geradeaus, doch mit einem großen Unterschied: vorher fühlte ich mich, als würde ich bis zu den Hüften im Schlamm stehen, heute stehe ich in einem lebendigen und klaren Bach. Das Wasser umspült meine Füße und ich kann gehen wohin ich will!

Jeder Stein, jede Dorne, jede Höhe und Tiefe hat sich gelohnt um aus dem Herzen heraus zu sagen: „Ich bin dankbar, dass ich dieses Werkzeug in meinem Leben kennenlernen durfte und nehme Sie gerne mit auf den Weg in die Selbstliebe. Ich freue mich darauf!“

Von Herz zu Herz

Manuela Gellner